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Glowing Ember Festival25.03.2017 - Hamburg - KNUST



Das Glowing Ember Festival lud am 25.3.2017 zu einer Veranstaltung ein, bei der sich vier Bands aus Hamburg präsentieren konnten. Das schöne: vier unterschiedliche Musikstile und für jeden war etwas dabei.

Den Anfang machte die Heavy Rock-Kombo "Sloppy Joe’s". Wie wahrscheinliche jede zuerst spielende Band, hatte es auch das Trio nicht einfach, da das Publikum noch etwas unterkühlt weiter hinten im Saal angesiedelt war. Dennoch schaffte es die Band mit ihrer sympathischen und mitreißenden Art sowie dem groovig rockigen Sound, der auch gut abgemischt war, das Publikum für sich zu gewinnen und für die kommenden Bands vorzuwärmen. Dies lag auch an den eingängigen Songs, die automatisch ein rhythmischen wippen der Köpfe hervorrief. Auch musikalisch gesehen war es ein guter Einstieg in einen Abend, bei dem die Musik immer härter werden sollte.

Als zweites kam die Alternativ Metal Band "Venatic" auf die Bühne. Das Knust füllte sich nun stetig und das Quintett hatte es wesentlich einfacher, das Publikum näher an die Bühne zu bringen. Dies lag auch an dem höheren Bekanntheitsgrad der Gruppe unter den Zuschauern, was auch anhand der vermehrt auftretenden Bandshirts deutlich wurde. Musikalisch spielte die Band eine gute Mischung aus rockig, alternativen und durchaus harten Metal-Klängen. Technisch und klanglich, kann der Auftritt von Venatic durchaus als perfekt beschrieben werden. Einziger Wermutstropfen: an die Spielfreude der erste Band kamen sie nicht ganz ran und zuweilen wirkte der Auftritt etwas zu abgeklärt.

Als die dritte Band enterte die Dark Metal-Band "Soon" die Bühne. Das Besondere bei dieser Drei-Mann-Band ist, dass der Gitarrist nicht nur für die Rhythmus- und Leadgitarre, sondern aufgrund aller möglicher Effekte auch den Bass spielt. Gepaart mit atmosphärischen Samples, durchweg guten Drumming und der wunderbaren Stimme des Sängers, schallte dem größer werdenden Publikum ein dunkler und stimmungsvoller Klangteppich entgegen. Auch als Zuschauer, der die Band noch nie gehört hatte, fühlte ich mich schnell mitgerissen. Ebenso positiv hervorzuheben ist die Kommunikation mit dem Publikum und auch dem Jüngsten im Publikum wurde ein Wunschsong gespielt.

Nach einer längeren Umbauphase (irgendwas stimmte mit dem Aufbau des Drumset nicht) kam der Headliner "Iron Savior" auf die Bühne des jetzt nahezu vollen Knust. Trotz anfänglicher Soundschwierigkeiten, legten sich die vier Männer ordentlich ins Zeug und überzeugten nicht nur durch eine gute Setlist, sondern auch durch das Spiel mit dem Publikum, das im Übrigen jetzt richtig warm war, Bock auf Party hatte und auch immer wieder fröhlich den einen oder anderen Part mitsang. Die Setlist umfasste natürlich einige Lieder vom aktuelle Album „Titancraft“, aber genauso Klassiker wie „Atlantis Falling“ oder „Condition Red“. Aufgrund der längeren Umbauphase mussten sich die Mannen um Piet Sielck zum Ende hin zwar etwas ranhalten, dennoch brachten sie das Konzert bis zum Ende.

Alles in allem war es ein sehr gelungenes Festival, bei dem die Bands nach ihren Auftritten auch immer noch zum Quatschen und der ein oder anderen Signatur zur Verfügung standen. Das Glowing Ember Festival darf gerne wieder in dieser Form in Hamburg stattfinden.

Bildergalerie

TidelandArt © Fotos & Text: Benjamin Zimmermann
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