Mit ihrer „Heimat Over Europe“-Tour machten Heaven Shall Burn am 06.03.2026 Halt in der schwäbischen Landeshauptstadt und präsentierte ein Konzert, das sowohl musikalisch als auch visuell Maßstäbe setzte. Unterstützt wurden sie von mehreren starken Vorbands, wodurch sich der Abend zu einem regelrechten Festival innerhalb einer Halle entwickelte.
Bereits am frühen Abend, genauer gesagt um 17:30 Uhr war schon der Einlass und eine Stunde später begann das Programm. Den Auftakt machten die Death-Metal-Newcomer von Frozen Soul, die mit ihrem brachialen Sound schnell klarstellten, dass dieser Abend alles andere als ruhig verlaufen würde. Nach und nach füllte sich die Halle und immer mehr Besucher fanden Geschmack an den schweren Riffs und kompromisslosen Growls.

Im Anschluss übernahmen The Black Dahlia Murder die Bühne. Die US-Band präsentierte sich technisch präzise und energiegeladen. Besonders live wirkte ihr Material noch intensiver als auf den Studioaufnahmen: schnelle Gitarrenläufe, aggressive Vocals und ein dichtes Soundbild sorgten dafür, dass Songs, wie „Aftermath“, „Nightbringers“ oder auch „Utopia Black“ bei den Zuschauern wirkten.

Nach einer kurzen Umbaupause betraten The Halo Effect die Bühne. Die schwedische Melodic-Death-Metal-Formation setzte einen etwas melodischeren, aber keineswegs weniger intensiven Kontrast zu den vorherigen Bands. Denn die Jungs haben bereits Einiges an Bühnenerfahrungen durch ihre Mitarbeit bei In Flames, Dark Tranquillity und Engel.

Die Band war vielleicht deshalb von Beginn an von tausenden Fans hochgepriesen und somit war es auch kein Wunder, dass viele von diesen auch in Stuttgart mit dabei waren. Zu den Songs „The Needless End“ oder auch „Gateways“ wurde fleißig mitgesungen und auch während der Show gab es überraschend viele Crowdsurfer, die lächelnd vom Sänger Mikael empfangen wurden.
Gegen 21:20 Uhr gingen schließlich die Lichter aus und das Intro „Ad Arma“ vom neusten Album „Heimat“ sorgte direkt für Gänsehaut.
Unter lautem Jubel betraten Heaven Shall Burn die Bühne und begannen mit ihrem Opener „War Ist he Father Of All“.

Um die gesamte Energie freizulassen, ging es direkt auf 100% mit „Voice Of The Voiceless“ – mit dem keiner so früh gerechnet hat. Binnen Sekunden verwandelte sich der Innenraum der Arena in ein Meer aus Circle Pits und Wall-of-Death-Momenten.
Frontmann Marcus Bischoff präsentierte sich stimmlich in Topform und führte mit seiner markanten Stimme durch das Set. Auch seine Bandkollegen waren topfit und headbangten, was das Zeug hielt.
Neben der musikalischen Performance beeindruckte auch die Produktion. Immer wieder schossen Flammen aus Pyro-Kanonen in die Höhe, während intensive Lichtinstallationen die Bühne in wechselnde Farben tauchten. Die Hitze war teilweise sogar in den hinteren Reihen spürbar.
Vor der Bühne herrschte während des gesamten Konzerts Ausnahmezustand. Zahlreiche Crowdsurfer wurden von der Security aus dem Graben gezogen, während im Pit ununterbrochen Bewegung herrschte. Für Fans im vorderen Bereich bedeutete das teilweise echte körperliche Arbeit – gleichzeitig machte genau diese Energie einen großen Teil der besonderen Atmosphäre aus.
Musikalisch setzten die Jungs von HSB auf eine ausgewogene Mischung aus neuem Material und langjährigen Fan-Favoriten. Songs wie „Counterweight und „Godiva“, oder „Armia“ wurden von den Fans lautstark mitgesungen. Besonders bei „Endzeit“ erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt: Tausende Stimmen brüllten die markanten Zeilen gemeinsam mit der Band.
Den Abschluss bildete schließlich das epische Cover „Valhalla“ der deutschen Power-Metal-Legende Blind Guardian, das die gesamte Arena in einen riesigen Chor verwandelte.
Vier starke Bands, Weltklasse Stimmung – über 3000 Besucher genossen ein Metal Konzert der Extra-Klasse!
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