Berichte

Lionheart – Europe Summer Tour 2026

Hamburg, 28.06.2026 – Schon vor dem Einlass war klar: Dieser Abend würde kein gemütlicher werden. Bei über 30 Grad Außentemperatur kamen die Besucher der Übel und Gefährlich Venue bereits durchgeschwitzt an und das, bevor auch nur eine Note gespielt wurde. Immerhin: Der Einlass lief reibungslos, die Halle füllte sich zügig und pünktlich um 20:00 Uhr ging es los.

Den Anfang machten Cabal. Acht Songs, kein Schnickschnack, kein großes Gerede, einfach Hardcore Metal geradeaus ins Gesicht. 

Genau das, was man von der Band kennt und erwartet. Die Aggressivität war von der ersten Sekunde an spürbar und die Fans nahmen das dankbar an. Die Stimmung im Raum begann zu köcheln.

Get the Shot legten nach einer kurzen Umbaupause nach und drehten die Temperatur, die im Klub sowieso schon jenseits jeder Komfortzone lag noch ein Stück weiter nach oben. Auch hier: geradliniger, kompromissloser Hardcore ohne viel Drumherum. Was das Set besonders machte, waren Momente, in denen die Band des Fans näherkam: Der Sänger kletterte auf die Absperrung, direkt rein ins Publikum. 

Nah dran, auf Augenhöhe und die Menge dankte es ihm lautstark. Spätestens jetzt brodelte es im Saal. Die Pits wurden größer, wilder, intensiver. Beide Vorbands hatten ihre Arbeit gemacht!

Nach einer zügigen Umbaupause übernahmen Lionheart die Bühne. Die Halle war zwar nicht ausverkauft, aber sehr gut gefüllt und die Anwesenden machten den Rest wett. Dreizehn Songs, kein Leerlauf, keine langen Ansagen. Die Band spielte ihr Set mit einer Direktheit, die perfekt zum Abend passte. 

Hier wird nicht performt, hier wird geliefert. Die Menge war von Anfang an dabei, die Pits rissen immer wieder auf und wer nicht mittendrin war, stand zumindest kopfnickend am Rand. Mit 17 Lieder von Klassikern wie LHHC und Hail Mary über ein Beastie Boys Cover bis hin zu den neuen Songs, wie Chewing Through the Leash, Deathgrip und Bulletproof+ hatten Lionheart eine fette Setlist im Gepäck.

Die Wärme in der Halle war kaum zu ignorieren. Schweiß, Energie, die Körperwärme von hunderten Hardcore-Fans auf engem Raum. Trotzdem, oder vielleicht genau deswegen, hatte der Abend eine Intensität, die man so schnell nicht vergisst. Lionheart und ihre Support Acts haben gezeigt, worum es bei Hardcore im Kern geht: Keine große Show, keine Ablenkung – nur die Musik, die Band und ein Publikum, das vollständig dabei ist.

Ein heißer Abend in jeder Hinsicht.

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DS

Daniel S.

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