Berichte

Sabaton auf „The Legendary Europe Tour“ 2025 in Stuttgart

Schon Stunden vor Öffnung der Türen herrschte am 24.10.2025 vor der Hanns-Martin-Schleyer-Halle ein Geschehen, das fast an ein Festival erinnerte: Eine fast endlose Schlange an Leuten bis hinunter zur U-Bahn Station, viele Fans im Sabaton Outfit und einige bereiteten sich schon mal mit dem ein oder anderen Bier au die Show vor.

Als die Türen endlich öffneten, strömte die Menge gespannt ins Innere. Die Halle füllte sich schnell und der Blick auf die Bühne ließ schon erahnen, was der Abend bringen würde: ein massiver Aufbau aus stählern wirkenden „Burgmauern“, geschwärzten Podesten, Geschützrohren und einer gigantischen LED-Wand. Selbst ohne Licht war klar – das hier wird ein Spektakel.

Bereits um 18:30 Uhr, anstatt eigentlich 19:00 Uhr eröffnete das Legendary Orchester den Abend. Sabaton haben sich doch das ein oder andere, Neue einfallen lassen und so legte das Legendary Orchester mit „Ghost Division“ in ihrer eigenen Version los. 

Weiter ging es mit „Bismarck“ und das Hauptaugenmerk lag während der Show auf Hurdy-Gurdy Spielerin Patty, Violinistin Mia Asano und Sängerin Noa Gruman. Die drei hatten so eine gute Laune; Diese steckte die Fans an und viele sangen die nächsten Songs, wie „Resist and Bite“ oder auch „Sparta“ mit. 

Den Abschluss machte das Orchester mit „Swedish Pagans“. Zusammenfassend eine echt gute Umsetzung der Songs und mal etwas ganz Neues. 

Für uns Fotografen gab es vor Showbeginn eine gründliche Einweisung durch den PR-Manager der Band – diese war vollgepackt mit Infos und sehr hilfreich – wenn auch ein wenig viel Input.

Um 20:00 Uhr verdunkelte sich die Halle und ein tiefes Grollen vibrierte durch die Reihen. Nebel strömte aus den Seiten, rotes Licht flackerte wie Warnsignale einer belagerten Festung. Dann ertönte eine orchestrale Fanfare – das Intro der Legendary Tour. Die Leinwand zeigte stilisierte Schlachtenszenen, während die Instrumentalbegleitung langsam anschwoll.

Der Auftakt – „Templars“, ein frisches Live-Debüt – sorgte für Gänsehaut. Von Beginn an war klar: Die Band wollte heute mehr bieten als nur ein Standard-Set. So gab es zuallererst eine kleine Theater Vorstellung in der auch Julius Cäsar ein Teil von war. 

Im Tempelritter Outfit enterten Sabaton die Stage und präsentierten freudestrahlend den ersten Song des Abends.

Nach dem epischen Start ging es Schlag auf Schlag weiter. Die ersten Songs waren eine Mischung aus neueren und bekannten Stücken, alle durchdrungen von einer beeindruckenden visuellen Umsetzung. Auch die Pyros, TNT-Explosionen und weitere Kracher stimmten die Fans happy.

Zwischen den Songs interagierte Sänger Joakim gewohnt herzlich und humorvoll mit dem Publikum. Er erzählte kleine Anekdoten, scherzte über die schwäbische Aussprache und bedankte sich mehrfach für die lautstarke Unterstützung. 

Sabaton verstehen sich nicht nur als Band, sondern auch als Geschichtenerzähler. Das zeigte sich abermals, wie schon am Anfang der Show durch eine weitere Inszenierung.

„Stormtroopers“ – mit diesem modernen Sabaton-Hit brach ein wahres Pyro-Gewitter über die Bühne herein. Flammenstrahlen schossen in Rhythmen aus den seitlichen Geschützen, während die Band mit absoluter Präzision spielte. Die LED-Effekte simulierten Schützengräben und bewegte Kamerafahrten – ein technisches Highlight. Jetzt ging es wieder Schlag auf Schlag – bei „Attack Of The Dead Men“ lief die Band durch das Publikum – im passenden, bekannten Outfit und Gasmasken. Dies war wohl für die Fans DAS Highlight der Show, denn so nah kommen sie eher selten an die Band.

Nach kurzzeitigem Bühnenabgang kehrte die Band zu donnerndem Jubel zurück.

Schon bei der ersten Zeile von „Promo Victoria“ stieg ein gewaltiger Druck aus dem Publikum auf. Der Refrain wurde in einer Lautstärke gesungen, die selbst die PA übertönte. Die gesamte Band strahlte – man merkte, wie sehr sie solche Momente genießen.

Während der letzten Nummer „Masters Of The World“ herrschte ausgelassene Feierlaune. Joakim ließ die Fans bestimmte Gesangslinien alleine übernehmen und bedankte sich mehrmals aufrichtig für die Energie des Abends. Pyro, Konfetti und ein letztes Aufbäumen der Feuerfontänen schlossen die Show ab.

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DS

Daniel S.

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